Beiträge getagged ‘Barcelona’

5 April 2008

Fuer was? Jump-Hin-Her… 2Tage da und 3 Tage wach, einen halben Kontinent entfernt.  Fuer was?

Fuer Ruhe! Fuers ICH!

Auf warmen Steinen liegen, hunderte von Seiten lesen, exact die Saetze schreiben, die ich schon immer mal formulieren wollte, dabei den Skatern auf dem Vorplatz des MACBA zusehen und mit Blick auf den blauen Himmel mit und gegen sich selber wetten, welches der beiden Flugzeuge hoeher oben fliegt. So, wie die Kreuzung aus Kondesstreifen mir und uns die Antwort praesentierte, war ich danach gleichwohl Gewinner als auch Verlierer gegen eine Uebermacht, die ich selber war. Kraft sammel ich nicht, sie sammelt sich einfach so in mir fuer ambitionierte Monate. Seine Traeger sind die Strahlen der Sonne, die dumpfen Stimmen der Menschen, ja, auch das SeinAnSich, das sich in Worte gekleidet nicht festlicher geben koennte als so, wie es gerade hier in purer Nacktheit mir gegenueber tritt. Ihm deswegen Unschuld zu unterstellen waere fahrlassige Dichtung. Indes: Deutlich weiter entfernt als die 18Monate zwischen jetzt und meinem ersten Aufschlag hier sieht heute der Mensch denjenigen, der damals diese Stadt als Neuling betrat. Auf ein “Auf und Weiter…” Punkt Punkt Punkt

eine nacht in bielefeld

4 March 2008

Mein Rückkehr nach Bielefeld wird kurz sein, nach zwei Tage geht es direkt weiter und zurück nach Barcelona, nach dann weiteren zwei Tagen in OWL wird es mich unmittelbar wieder in die alte Heimat ziehen, um kurz danach wieder für ein WE in Berlin zu sein. Rückkehr zur Abkehr.

Ein Leben ständig zwischen “Hallo!“, “Tschüss!” und “Bis bald!” und in Vorbereitung auf ein vorläufiges Ankommen, in der Stadt, die am 11.April vom WDR eigenen Jugendsender (Was für ein Schimpfwort) Eins-Live mit grandiosen 11 (sic!) Veranstaltungen, von Klaus Fiehe im Sounds bis zu Mando Diao im Ringlockschuppen aufgewertet wird. Schöne Idee, nur warum verteilt man das Programm (Link) nicht einfach aufs Jahr, dann hätten wir alle mehr davon… So wie ein Feuerwerk, kurz und schön, danach grau wie schon zuvor…

(gefunden über beeedblog)

Mal wieder raus kommen…

13 December 2007

…das wäre gut! Auch wenn ich dafür Montags um halb 5 in den Zug steigen müsste, aber der Termin in Leverkusen wäre doch interessant und ich käme endlich mal wieder aus Berlin raus.

Sie, die aufmerksame Beobachterin meines Lebens, merkte kritisch an, dass ich in den letzten zwei Wochen in Hamburg, Bielefeld und Barcelona gewesen sei, dass man von “in Berlin festsitzen” gerade wohl nicht sprechen könne. Mir kam es dennoch so vor. So verschwimmt es mehr und mehr, mein Gefühl von Räumlichkeit! “Espacios”, dachte ich, “ein weise gewählter Titel!”

Mai Tai, die Pflanze und der Roboter

6 December 2007

Ein kleiner Roboter. Würde er seinen eckigen Kopf zu mir drehen, aus seinem Bild herausschauen, laute Menschen würde er erblicken, Cocktails auf den Tischen, spanische Musik… doch er schaute mir fast menschlichen Augen ins weiße, unbemalte Nichts während eine Pflanze -sie schien wie Efeu- sich von rechts ins Bild rankte. Mehr war da nicht, nicht einmal Farbe. Ein Großteil der Leinwand war leer. 1400€, das kleine Schild unter dem Bild verriet auch den Künstler, an dessen spanischen Namen ich mich nicht mehr erinnere.

Was soll der Scheiß“, dachte ich. “Nun sitzt du hier und starrst diesen süßtolpatischigen Roboter an, der ins Nichts schaut und von einer Pflanze angerankt wird.” 1400€… So ganz hatte mich die Selbstironie noch nicht verlassen, nicht nach zwei Mai Tai und dem gerade zweiten Acapulco Noche. „Kannst du mir gerade 1380Euro leihen“, fragte ich Melanie, die mehr wie zufällig neben mir saß aber nicht eben finanzstark wirkte. Mein Inneres hatte erkannt, dass es nur durch offensives Pressing diesem komischen Gefühl entkommen konnte, mich gerade in einen Anblick zu verlieben, in ein für mich unbezahlbares Unikat. Die Situation wurde paradox, mein Möglichkeiten, dieses Paradoxon aufzulösen -irgendwie, aber schnellstmöglich- waren begrenzt. Ich beschloss aufzuhören, sie weiter krampfhaft zu mustern, den Anblick des kleinen Roboters zuzulassen. Die Leinwand war sein Zuhause, an sie war er gefesselt. Ich drehte sie in meinem Kopf, projizierte sie virtuell an die Wände, die mein Zuhause bilden und bilden werden.

Ich emfand es als überragend schön, hier wie dort!

And the winner is…

4 December 2007

Vor wenigen Stunden aus Barcelona zurückgekehrt finde ich noch Zeit, den glücklichen Gewinner meines privatspontanen Fotowettbewerbs “Touristen in Katalonien” zu benennen:

Tourist mit Handgepäck!

Aufruf zur Teilnahme am Folgewettbewerb: Woher kommt dieser Mann?

Zum Leben tauglich!

29 November 2007

“Wie geht es dir, was machst du? Man hört nichts mehr von dir…” Danke! Gut; sehr gut um genau zu sein! Overwhelmingly happy! Ich arbeite viel, ich lebe viel. Beides passt meistens noch in einen Tag, meistens. Diese Woche ging mein Bürolicht eigentlich nie vor acht aus; Abends nur noch Badewanne und Literatur. Sonst gerne auch einen Wein mit Menschen, Essen gehen und an guten Tagen ein Spiel wie gestern.In wenigen Stunden werde ich in Barcelona sein, meinen persönlichen Projektabschluss feiern, die Stadt genießen, die Erinnerungen. Auch das heute! Die nächste Woche wird Unerwartetes bringen. An Neuem Reiches!

Descansar! Einfach nur sein, ein gemütlicher Kaffee auf der Strasse, noch einer. Schlendern und staunen, die Welt so klein wie möglich machen, in meine Welt zu verwandeln. Ich, das Zentrum meines Fühlens. Danach kommt Freiheit. Freiheit, die sich gerade als Wärme und Sicherheit irgendwo tief in mir breit macht. Die Freiheit zu entscheiden, zu gehen, wohin ich möchte, mich tragen zu lassen von nur mir selber und nur mich selber zu tragen. Diese Freiheit wird von einer schweren Last zu einer watteweichen Wolke, die mich zuverlässig durch meine Räume begleitet… Ich schaue sie an. Ein Freund ist sie mir geworden, ein treuer, der mir jedoch noch viele seiner Facetten offenbaren wird.

Auch wenn dieser Schluss erst zum Ende zu ziehen ist: Hinter mit liegt definitiv das intensivste, und sicherlich eines der wichtigsten Jahre meines Lebens. Sich mit weniger zufrieden zu geben, wird in Zukunft kaum akzeptabel sein! Es bleibt spannend…